Was macht Menschen glücklicher und wohlhabender: der Kommunismus, der Kapitalismus oder eine Mischform wie die soziale Marktwirtschaft? Die Antwort ergibt sich aus einem nüchternen Blick auf die Geschichte und aus dem Vergleich von Ländern, die unterschiedliche Systeme gewählt haben.
Anspruch und Realität
Der Kommunismus tritt mit dem moralischen Anspruch auf, für Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu stehen. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigentum überführt und wirtschaftliche Entscheidungen zentral geplant werden. Eigentum bedeutet jedoch Entscheidungsgewalt über Ressourcen. Wird es kollektiviert, entscheidet nicht mehr der Einzelne über Investitionen, Preise oder Produktion, sondern eine politische Instanz. Damit entsteht zwangsläufig eine Machtkonzentration. Anstatt tausender unterschiedlicher Firmen entscheidet eine kleine Gruppe privilegierter Menschen über alle Ressourcen, bis hin zum Einzelnen und seiner Arbeitskraft. Statt dass Millionen von Individuen frei über sich entscheiden können, wird hierarchisch über Millionen von Menschen entschieden, bis in die Details ihrer Lebensgestaltung.
Die Sowjetunion war der erste grosse Versuch, diese Idee umzusetzen. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurden Industrie, Landwirtschaft und Handel verstaatlicht. Preise und Produktionsmengen legte der Staat fest. Das Resultat waren chronische Versorgungsengpässe, Fehlproduktionen und Hungersnöte, insbesondere unter Stalin in den 1930er-Jahren. Millionen Menschen starben an politisch verursachten Hungerkatastrophen, Millionen weitere in Gulags oder durch politische Säuberungen. Die politische Logik war eindeutig: Wer über alles entscheidet, duldet keine Opposition.
Dieses Muster wiederholte sich in zahlreichen Varianten: in der Volksrepublik China unter Mao mit dem «Grossen Sprung nach vorn», der in einer der grössten Hungersnöte der Geschichte endete; in Kambodscha unter den Roten Khmer mit systematischer Vernichtungspolitik; in Nordkorea mit totalitärer Abschottung und periodischen Hungersnöten; in der DDR, in Polen, in der Tschechoslowakei, in Albanien, in Jugoslawien, in Kuba oder jüngst in Venezuela. Die ideologischen Nuancen unterschieden sich, doch das Grundprinzip ist immer identisch: zentrale Steuerung ersetzt individuelle Entscheidung. Die typische Ausrede von Sozialisten, dass der «richtige» Sozialismus noch nicht ausprobiert worden sei, erweist sich als unhaltbar. Es gibt keine Form des Sozialismus, die funktionieren könnte. Sowohl in Theorie wie auch in der Praxis hat der Sozialismus jedes Mal versagt und er muss auch immer versagen. Der Sozialismus geht vom unmündigen Menschen aus und vergisst dabei, dass auch diejenigen in der Steuerungszentrale nicht besser sein können. Er verkennt die Innovationskraft der Schwarmintelligenz freier Menschen.
Ein besonders sprechendes Indiz für das Scheitern war der Bau der Berliner Mauer 1961. Menschen mussten eingesperrt werden, weil sie in grosser Zahl aus dem sozialistischen System in den Westen flohen. Der Eiserne Vorhang verlief nicht von West nach Ost, sondern umgekehrt. Niemand baute Mauern, um die Bevölkerung am Eintritt in den Sozialismus zu hindern. Systeme, die ihre Bürger physisch am Weggehen hindern müssen, liefern damit ein implizites Urteil über ihre eigene Attraktivität.
Die Zahl der Opfer kommunistischer Regime ist um die hundert Millionen Menschen, je nach Quelle und Zählweise. Hungersnöte, Zwangsarbeit, politische Säuberungen und Repressionen kosteten weit mehr Menschen das Leben als die nationalsozialistische Herrschaft. Diese Bilanz ist eine direkte Folge der Machtkonzentration in einem System ohne Eigentumsrechte und ohne echte Gewaltenteilung.
Vergleichbare Länder
Der Historiker und Ökonom Dr. Dr. Rainer Zitelmann legt in seinem Buch «Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung» den Schwerpunkt auf systematische Vergleiche vergleichbarer Länder. Der Unterschied zwischen der BRD und der DDR zeigte sich trotz gemeinsamer Sprache, Kultur und Ausgangslage deutlich im Lebensstandard, in der Produktivität und in der Innovationskraft. Dasselbe Bild ergibt sich beim Vergleich von Südkorea und Nordkorea, die 1945 auf ähnlichem Niveau starteten, heute jedoch Welten trennen. Auch der Gegensatz zwischen Chile mit marktwirtschaftlichen Reformen und Venezuela mit massiver Verstaatlichung illustriert, wie stark institutionelle Rahmenbedingungen den Wohlstand prägen.
Selbst Länder mit stark sozialistischen Tendenzen wie Argentinien, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den wohlhabendsten Staaten gehörte, verloren durch staatliche Eingriffe, Preisregulierungen und exzessive Umverteilung langfristig an Dynamik. Kapitalflucht, Inflation und chronische Staatskrisen sind Konsequenzen von Fehlanreizen.
Informationsproblem und Machtlogik
Planwirtschaft scheitert nicht an mangelnder Moral einzelner Funktionäre, sondern an einem strukturellen Informationsproblem. Bedürfnisse, Knappheiten und Innovationsideen sind dezentral verteilt. In einer Marktwirtschaft entstehen Preise durch freiwilligen Austausch und bündeln dieses Wissen. In einer Planwirtschaft fehlen diese Signale. Ohne reale Preisinformation weiss niemand, welche Güter tatsächlich nachgefragt werden, welche Produktionsweisen effizient sind und wo Investitionen sinnvoll sind.
Um Fehlentwicklungen zu korrigieren, braucht es im Markt Wettbewerb. Unternehmen, die Ressourcen verschwenden, gehen bankrott; erfolgreiche Modelle setzen sich durch. In staatlich monopolisierten Systemen gibt es diesen Mechanismus nicht. Fehler werden nicht bestraft, sondern politisch überdeckt, was zu immer neuen Eingriffen führt.
Diese Mechanismen heissen Preisfindung durch Marktgleichgewicht und Ressourcenallokation. Das freie Interagieren der Marktteilnehmer im Kapitalismus schafft eine Information über den Wert von Gütern, die im Kommunismus fehlt, und die nicht durch staatliche Preisfestlegung ersetzt werden kann. Der Mangel dieser Information ist die Hauptursache für das wirtschaftliche Scheitern des Kommunismus. Wenn im Kapitalismus ein Gut knapp ist, werden neue Firmen gegründet, um diese Knappheit zu eigenen Gewinn auszunutzen. Dies wiederum schafft mit der Zeit ein neues Marktgleichgewicht. Umgekehrt, wenn ein Gut im Überfluss vorhanden ist, sinkt der Preis, einige Firmen stellen die Produktion ein oder gehen Konkurs und es stellt sich wieder ein Gleichgewicht ein.
Freiheit und gleiche Rechte
Wenn eine politische Instanz darüber entscheidet, was gerecht oder sozial erwünscht ist, stellt sich die Frage ihrer Legitimation. Politiker verfügen weder über überlegene Informationen noch über moralische Sonderrechte. Dennoch erhalten sie die Befugnis, über Eigentum und Lebensgestaltung anderer zu bestimmen. Damit entstehen zwei Kategorien von Menschen: jene, die entscheiden, und jene, über die entschieden wird. Ein politisches Ziel, das gleiche Rechte und gleiche Freiheit ernst nimmt, muss diese Asymmetrie ablehnen.
Kapitalismus bedeutet freiwilligen Austausch, Eigentumsschutz und Wettbewerb. Wettbewerb diszipliniert Anbieter, weil schlechte Leistungen Kunden und Unterstützer kosten. Dieser Mechanismus fehlt dort, wo der Staat Leistungen als Monopol anbietet und über Steuern finanziert. Effizienz und Qualität hängen dann nicht von Zufriedenheit, sondern von politischen Mehrheiten ab. Kapitalismus ist die Freiheit, wirtschaftlich zu handeln und ist untrennbarer Teil der individuellen Freiheit jedes Menschen. Freiheit ist unvollständig ohne Kapitalismus. Kommunismus ist das Verbot wirtschaftlicher Freiheit. Daher artet jede Form von Kommunismus zwingend in Gewalt und Unterdrückung aus. Kommunismus ohne Gewalt ist undenkbar, denn er muss die Menschen daran hindern, wirtschaftlich frei zu handeln und Eigentum frei zu erwerben. Kommunismus muss die Menschen in Abhängigkeit halten.
Soziale Marktwirtschaft und Wohlfahrtsstaat
Die soziale Marktwirtschaft als mögliche und beliebte Alternative kombiniert marktwirtschaftliche Elemente mit umfangreicher Umverteilung. Die soziale Marktwirtschaft hat im Kern denselben Fehler wie der Kommunismus: Sie setzt auf zentrale Planung der Wohlfahrt, statt auf einen freien Wettbewerb für soziale Hilfe.
Soziale Marktwirtschaft schafft keinen Wohlstand, sondern kann ihn nur unter Zwang umverteilen. Der Wohlstand entsteht dort, wo Eigentum geschützt und Wettbewerb zugelassen wird. Der Wohlfahrtsstaat finanziert sich aus Steuern, die produktive Investitionen reduzieren, und schafft Anreize, Leistungen politisch auszuweiten. Da staatliche Wohlfahrt keinen Wettbewerb kennt, fehlt der Druck zur Effizienz. Private Hilfsorganisationen hingegen müssen Spender überzeugen; ineffiziente Strukturen verlieren Unterstützung und werden ersetzt.
Mit jedem Ausbau staatlicher Transfers wächst die politische Verteilungsmasse und damit der Anreiz, Mehrheiten für weitere Ausgaben zu organisieren. Der demokratische Sozialismus unterscheidet sich von der sozialistischen Diktatur im Verfahren, nicht im Mechanismus. Auch hier entscheidet eine politische Mehrheit über Eigentum und Ressourcen. Da dieser Prozess immer wieder schrittweise ausgedehnt wird, stösst ein Wohlfahrtsstaat finanziell an seine Grenzen. Die Ansprüche wachsen schneller, als die wirtschaftliche Basis.
Wohlfahrt und Solidarität
Solidarität existiert nur ohne staatlichen Zwang. Erzwungene Solidarität ist keine Solidarität, sondern Zwang und Raub. Staatlichen Zwang Solidarität zu nennen, ist ein logischer Widerspruch, denn Solidarität ist per Definition freiwillig. Doch Menschen sind durchaus sowohl freiwillig grösszügig, als auch sozial, altruistisch und solidarisch. Ein Wohlfahrtsstaat hingegen entbindet die Menschen von ihrer Pflicht, sich auch um andere zu sorgen, indem man bequem alles an den Staat delegiert: «Du hast kein Geld? Geh doch zum Sozialamt!» — Doch das Sozialamt interessiert sich kaum für die Ursachen einer Armut, es wird einfach Geld rüber geschoben. Private Hilfe hingegen fokussiert sich stärker auf die Ursachen, im Sinne von fischen beibringen statt Fische zu verteilen. Das macht private Hilfe effizienter.
Viele Sozialleistungen könnten über privatwirtschaftliche Versicherungen organisiert werden, namentlich Risiken wie Krankheit, Unfall oder Tod. Typische planbare Engpässe, namentlich eine Pension im Alter oder Arbeitslosigkeit können bis zu einem gewissen Grad über eigenes Sparen organisiert werden. Nur was über die üblichen Risiken hinaus geht, braucht eine gemeinsame gesellschaftliche Lösung, die aber durchaus auch freiwillig sein kann. Ein gutes Beispiel ist die Rega: Gönner profitieren in Notfällen von Leistungen.
Vor dem Ausbau der Wohlfahrtsstaaten organisierten sich in Europa und den USA freiwillige Hilfskassen, Genossenschaften und private Versicherungsvereine, die Krankheit, Erwerbsunfähigkeit oder Hinterbliebene absicherten. Leistungen waren vertraglich geregelt, Missbrauch belastete unmittelbar die Gemeinschaft. Verantwortung und Hilfe waren direkt miteinander verbunden.
Heute zeigt sich das umgekehrte Bild: In der Schweiz haben wir staatlichen Zwang und extreme Vorschriften für die Krankenkassen. Das ganze Gesundheitssystem ist bis ins kleinste Detail durchreguliert. Das zerstört den Wettbewerb, die Innovation, macht es träge und unbezahlbar teuer. Die Lösung ist nicht mehr Staat, sondern mehr Freiheit. Die AHV kämpft mit strukturellen Finanzierungsproblemen, und mit der 13. AHV-Rente werden zusätzliche Leistungen beschlossen, ohne dass die langfristige Finanzierung gesichert ist. In umlagefinanzierten Systemen wachsen Ansprüche politisch schneller als die wirtschaftliche Basis. Wettbewerb existiert nicht, alternative Modelle sind verboten.
Private Hilfswerke hingegen sind auf Vertrauen angewiesen. Wer ineffizient arbeitet, verliert Spenden. Wettbewerb zwingt zur Transparenz und zur Fokussierung auf tatsächliche Wirkung. Eine Ordnung, die auf Eigentum, freiwilligen Verträgen und Wettbewerb basiert, begrenzt Macht und stärkt Verantwortung. Wer Freiheit und Wohlstand sichern will, muss Wettbewerb auch im sozialen Bereich zulassen und politische Umverteilung begrenzen.
Unterschiedliches Menschenbild
Sozialismus basiert auf einem extrem negativen Menschenbild, das glaubt, der Mensch sei in der Mehrheit durchwegs nur egoistisch und selbstbezogen und eine kleine Minderheit müsse die grosse Mehrheit unter Zwang beherrschen. Er glaubt, einige wenige könnten die Wirtschaft erfolgreich lenken. Der Mensch im Sozialismus ist unmündig und muss gesteuert, ja notfalls in Straflagern umerzogen werden. Dieses Denken und dieses Menschenbild sind grundfalsch und menschenunwürdig. Das Problem sind Menschen, die glauben alles besser zu wissen als andere, die glauben andere steuern und kontrollieren zu müssen. Die Planer haben weder bessere Informationen noch bessere Motive. Im Gegenteil: Die Machtkonzentration verschärft die Fehlsteuerung, egal ob es sich um einen einzelnen Diktator, ein «Zentralkommitee» oder einen Rat handelt.
Der Kapitalismus hingegen sieht den Menschen realistisch als ein soziales Wesen mit egoistischen und altruistischen Seiten. Diese werden intelligent kombiniert, indem der Kapitalismus einerseits der egoistischen Seite Gewinnanreize gibt und andererseits darauf vertraut, dass die soziale und altruistische menschliche Seite freiwillig einen Teil dieser Gewinne anderen zukommen lässt — meist erst innerhalb der Familie, indem Eltern sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, dann aber sehr bald auch im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft bis hin zu weltweiten Stiftungen.
Eine vollständige Liste von privaten Stiftungen ist nicht machbar. Weltweit gibt es hunderttausende gemeinnützige private Stiftungen. Hier nur einige prominente Beispiele:
- Bill Gates gründete mit Melinda French Gates die Bill & Melinda Gates Foundation, eine der weltweit grössten privaten Stiftungen mit Fokus auf globale Gesundheit, Impfprogramme und Armutsbekämpfung.
- Warren Buffett spendete den überwiegenden Teil seines Vermögens, vor allem an die Gates Foundation, und initiierte gemeinsam mit Bill Gates das Projekt The Giving Pledge, mit dem Milliardäre zusagen, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden.
- Mark Zuckerberg und Priscilla Chan gründeten die Chan Zuckerberg Initiative, die in Bildung, Wissenschaft und medizinische Forschung investiert.
- George Soros rief die Open Society Foundations ins Leben, die weltweit Projekte zu Rechtsstaatlichkeit, Bildung und Zivilgesellschaft unterstützt.
- Azim Premji überführte einen grossen Teil seines Vermögens in die Azim Premji Foundation, die sich auf Bildungsprojekte in Indien konzentriert.
- MacKenzie Scott spendete innerhalb weniger Jahre Milliardenbeträge direkt und ohne grosse Bürokratie an tausende gemeinnützige Organisationen.
Auch in der Schweiz setzen erfolgreiche Millionäre ihr Geld für gute Zwecke ein:
- Hansjörg Wyss, Gründer von Synthes; errichtete die Wyss Foundation, die grosse Beträge in Natur- und Umweltschutz sowie Bildungsprojekte investiert.
- Ernesto Bertarelli, Biotech-Unternehmer; gründete mit seiner Familie die Bertarelli Foundation zur Förderung von Meeresforschung, Neurowissenschaften und Kultur.
- Peter Wuffli, Ehemaliger UBS-CEO; gründete die elea Foundation for Ethics in Globalization, die unternehmerische Initiativen in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt und wirtschaftliche Selbstständigkeit fördert.
Diese Beispiele zeigen das Gegenteil des «gierigen Kapitalisten», nichts von «Raubtier Kapitalismus». Vielmehr zeigen sie, dass grosse Vermögen nicht automatisch in staatliche Umverteilung fliessen müssen, um gesellschaftliche Wirkung zu entfalten. Viele Wohlhabende organisieren freiwillig und strukturiert Hilfe, oft effizienter und zielgerichteter als staatliche Programme.
Man darf auch nicht vergessen, dass diese Kapitalisten mit ihren Firmen viel zur Entwicklung der Menschheit beigetragen haben, Bill Gates, Jeff Bezos, Steve Jobs oder Larry Page und Sergey Brin haben technologische Innovationen vorangetrieben. Hansjörg Wyss oder Ernesto Bertarelli die Innovation im Bereich Gesundheit. Dank dem Kapitalismus haben sie allein durch ihre wirtschaftlichen profitorientierten Unternehmen die Menschheit weitergebracht, Kunden befriedigt, die Konkurrenz auf Trab gehalten. Selbst ich als überzeugter Open Source und Linux Nutzer, der proprietäre Ökosysteme kritisch sieht, muss das zugestehen. Selbst eine freie Software wie Linux muss mit den Systemen von Windows und Apple mithalten, auch mit Android, obschon letzteres wiederum auf Linux läuft. Der Kapitalismus verknüpft und verbindet die Erfolgreichen untereinander. Innovationen beflügeln sich gegenseitig.
Fazit
Kapitalismus ist das einzige System, das individuelle Freiheit, Eigentum und Verantwortung konsequent miteinander verbindet. Er verteilt Entscheidungsgewalt nicht an eine politische Elite, sondern belässt sie bei Millionen von Menschen und tausenden untereinander konkurrierenden Firmen, die täglich investieren, arbeiten, handeln und innovieren. Genau diese Dezentralität erzeugt Fortschritt, Wohlstand und Stabilität. Wer mit den Entscheidungen der Firmen oder dem Angebot auf dem Markt nicht einverstanden ist, dem steht es frei, eine neue Firma zu gründen, die es anders macht. Ob das zum Erfolg führt oder nicht, hängt einzig davon ab, ob er genug Kunden überzeugen kann. Jeder Handel im Kapitalismus geschieht freiwillig und kommt nur zustande, wenn sich beide Seiten einen Vorteil erhoffen. Kapitalismus ist daher ein gewaltfreies nur auf Leistung und freiwilligem Handeln, Eigentumsschutz und Vertragsreue basierendes System ohne Zwang. Im Kapitalismus ist Gewalt kein legitimes Mittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Ziele, sie dient einzig der Verteidigung der eigenen Rechte, des Eigentums und wenn notwendig der Durchsetzung freiwillig eingegangener Verträge.
Wo Eigentum gesichert ist und Wettbewerb wirken darf, entstehen Anreize, effizient zu produzieren, Risiken zu tragen und Neues zu entwickeln. Fehler werden korrigiert, weil Verluste real sind. Erfolge werden nur belohnt, weil Gewinne möglich sind. Die Aussicht auf Gewinn gibt den notwendigen Anreiz zur Leistung, der im Kommunismus völlig fehlt. Diese Kopplung von Entscheidung und Haftung begrenzt Macht automatisch und schützt Freiheit effektiver als jede politische Absichtserklärung.
Kapitalismus ist wirtschaftliche Freiheit, und wirtschaftliche Freiheit schafft Wohlstand. Freie Märkte sind der einzige Weg, mit dem Menschen ihre wirtschaftliche Lage nachhaltig verbessern können, weil Eigentum geschützt, Leistung belohnt und Innovation ermöglicht wird. Wo frei investiert, produziert und gehandelt werden darf, wächst die Wertschöpfung, und davon profitiert die ganze Gesellschaft. Selbst die ärmsten im Kapitalismus leben besser als der Durchschnitt im Kommunismus.
Der Sozialismus verteilt nur bestehenden Wohlstand politisch um. Der Kapitalismus schafft neuen Wohlstand. Er vergrössert den Kuchen, statt nur Stücke neu zuzuteilen. Je weniger Zwangsumverteilung stattfindet und je freier Menschen über ihr eigenes Geld verfügen können, desto stärker sind Anreize für Leistung, Risiko und Unternehmertum. Wer steigenden Lebensstandard, Aufstiegschancen und echte Selbstbestimmung will, setzt konsequent auf Kapitalismus und begrenzt staatliche Eingriffe.
Wir brauchen mehr Kapitalismus, einen freieren Markt und weniger Sozialstaat, weniger Umverteilung — zum Wohl aller!

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