Marc Wäckerlin
Vernunft und Freiheit

Hausgemachte Wohnungsnot

Winterthur leidet nicht an zu wenig Regeln, sondern an zu wenig Wohnungen. Die Fakten sind klar: extrem tiefe Leerstände, steigende Mieten, wachsende Bevölkerung. Die Nachfrage steigt – auch durch Zuzug und Migration. Gleichzeitig wird das Angebot politisch verknappt.

Der kommunale Richtplan sagt es offen: Kein neues Bauland, keine generellen Auf- oder Umzonungen, Verdichtung nur im sogenannten urbanen Rückgrat. Wer bauen will, wird mit Auflagen überzogen. Bei Auf- und Umzonungen verlangt die Stadt 20 bis 50 Prozent «preisgünstigen», vorzugsweise gemeinnützigen Wohnraum, dazu Mehrwertausgleich, Ausgleichsleistungen, Nutzungsvorgaben und planerische Zusatzforderungen. Das verteuert Projekte, verlängert Verfahren und schreckt private private Investoren ab.

Links-grüne Wohnpolitik setzt auf staatliche Steuerung statt auf Angebot und Nachfrage. Genossenschaften werden gefördert, Kostenmiete gefordert, «günstiger Wohnraum» politisch verordnet. Das klingt sozial, bewirkt aber das Gegenteil: grosse Risiken für Investoren, und damit weniger Neubau, weniger Ersatzneubau, weniger Investitionen – das führt zu noch mehr Knappheit.

Die Stadt weiss selbst, dass neuer Wohnraum meist teurer ist. Ihre Antwort darauf ist nicht mehr bauen, sondern regulieren und umverteilen. Das Problem wird nicht gelöst, sondern verwaltet.

Die lokale SVP-Initiative «JA zur Wohninitiative – Für oisi Stadt, für oisi Familie» setzt bei dem Schwachpunkt an, auf den wir direkten Einfluss nehmen können: ei der Vergabe von städtisch beeinflusstem Wohnraum. Wenn Wohnungen knapp sind, sollen zuerst jene profitieren, die bereits hier in Winterthur leben, anstatt den Zuzug von aussen weiter zu fördern. Das ist fair, pragmatisch und ehrlich, denn die lokalen Steuerzahler haben diese Wohnungen bezahlt.

Wohnungsnot lässt sich nicht mit Ideologie bekämpfen. Mehr Angebot entsteht nur mit weniger Regulierung. Und solange die Stadt das blockiert, braucht es klare Prioritäten zugunsten der eigenen Bevölkerung. Darum: JA zur Wohninitiative – Für oisi Stadt, für oisi Familie.

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