Winterthur ist teuer – und das ist hausgemacht. Mit einem Steuerfuss von 125% gehört die Stadt zu den Schlusslichtern im Kanton: Rang 155 von 160 Gemeinden. Teurer als die Stadt Zürich, aber mit deutlich weniger Leistungen. Das ist keine Meinung, das sind Fakten.
Unter Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP) wollte der Stadtrat in seinem ersten Amtsjahr gleich eine Steuererhöhung um 7 Prozentpunkte durchdrücken. So massiv, dass das Parlament das Budget zurückwies. Am Ende wurde der Steuerfuss trotzdem erhöht. Gespart wurde nicht, strukturelle Defizite blieben, die Ausgaben wachsen weiter. Das Muster ist immer gleich: mehr Geld verlangen statt Prioritäten setzen.
Besonders brutal zeigt sich das bei den Strompreisen. Winterthur gehört zu den teuersten Stromversorgern. Private Haushalte haben keinen Zugang zum freien Markt und sind dem Stadtwerk vollständig ausgeliefert. Günstige Stromprodukte wurden in Salamitaktik aus ideologischen Gründen systematisch entfernt, übrig geblieben sind fast nur noch teure Ökoprodukte. Leidtragende sind nicht nur alle Privaten, sondern vor allem Familien mit Kindern und kleinem Einkommen. Ebenso kämpfen kleine, energieintensive Betriebe wie Bäckereien zunehmend um ihr wirtschaftliches Überleben.
Auf der Ausgabenseite herrscht Verschwendung. Die Tempo-Politik verteuert den Busbetrieb massiv: längere Umläufe, mehr Fahrzeuge, mehr Personal – hunderttausende Franken Mehrkosten, bezahlt von unseren Steuern. Dazu kommen teure Verkehrsumbauten und -experimente, die mehr schaden als nützen. Sinnbildlich der Lift in der Halle 710: 50 000 Franken Planung, über 200 000 Franken Bau – für ein einziges Stockwerk. Oder der Kreisel Ohrbühl, der Lastwagen behindert und den Verkehrsfluss verschlechtert.
Das Resultat zahlen Haushalte und Unternehmen: hohe Steuern, hohe Strompreise, steigende Gebühren und schlechtere Rahmenbedingungen. Dass Firmen Stellen abbauen, ist die logische Folge dieser Politik.
Winterthur hat kein Einnahmenproblem. Winterthur wird teuer regiert – und solange Ideologie wichtiger ist als Verantwortung, wird sich daran nichts ändern.

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