Wer in Winterthur politisch sichtbar ist und für Freiheit einsteht, weiss inzwischen, was ihn erwartet. Es wiederholt sich in jedem Wahlkampt: Plakate der SVP werden beschädigt, heruntergerissen oder besprayt, regelmässig, flächendeckend und gezielt, während Plakate anderer Parteien, mehrheitlich unversehrt bleiben. Diese Einseitigkeit ist der sichtbare Ausdruck politischer Gewalt, die sehr oft einseitig gegen liberale wirtschaftsfreundliche Positionen richtet. Die Betroffenen bleiben anständig, sie greifen nicht zu Zerstörung, sondern setzen auf Argumente und Wahlen.
Diese Plakatzerstörungen sind Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung, die politische Auseinandersetzung nicht als Wettbewerb von Argumenten begreift, sondern als Kampf gegen einen Gegner, dessen Sichtbarkeit im öffentlichen Raum beseitigt werden soll. Wer Plakate zerstört, greift fremdes Eigentum an und versucht zugleich, politische Meinungsäusserung zu unterdrücken, Debatte zu verhindern und den öffentlichen Raum ideologisch zu säubern, weil die eigenen Positionen argumentativ nicht tragen.
Dasselbe ideologische Muster zeigt sich bei Demonstrationen von Chaoten, die in Winterthur regelmässig unbewilligt stattfinden. Eine Bewilligung bedeutet Verantwortung: Auflagen, Ordnerdienste, Haftung und klare Zuständigkeiten. Genau diese Verantwortung wird systematisch umgangen, indem man bewusst ohne Bewilligung auftritt und Eskalation einkalkuliert. Wer sich den Regeln entzieht, will keine Kontrolle, insbesondere dann, wenn Gewalt, Sachbeschädigung und Konfrontation mit der Polizei Teil des erwartbaren Verlaufs sind.
Das Resultat ist ein wiederkehrendes Muster aus Regelbruch, Aggression gegen Polizeikräfte, Sachbeschädigung und anschliessender Relativierung, bei der die tatsächliche Gewalt hinter politischen Parolen verschwindet. Dass diese Dynamik kein lokales Randphänomen ist, zeigt das Extrembeispiel Bern, wo eine unbewilligte Pro-Palästina-Demonstration in massiver Gewalt gegen die Polizei und erheblichen Sachschäden eskalierten. Bern macht deutlich sichtbar, was ideologisch auch in Winterthur angelegt ist.
Auffällig ist, was nicht stattfindet: In Winterthur gibt es keine vergleichbaren Fälle unbewilligter, gewaltsamer Demonstrationen aus dem rechten Lager, keine systematischen Angriffe auf linke Parteiplakate, keine dokumentierte Serie politisch motivierter Gewalt von rechts. Eine Gewaltsymmetrie zwischen links und rechts existiert nicht, auch wenn das politisch gern behauptet wird. Die Realität im öffentlichen Raum spricht eine klare Sprache.
Ebenso auffällig ist das Schweigen von Politik und Medien. Zerstörte SVP-Plakate werden kaum thematisiert, nicht eingeordnet, nicht konsequent aufgegriffen. Diese selektive Wahrnehmung ist kein Zufall der Nachrichtenlage, sondern politische Bequemlichkeit: Wer darüber berichtet, würde einer ungeliebten Partei Sichtbarkeit geben und müsste die Gewaltfrage offen benennen. Stattdessen wird kleingeredet, relativiert oder ignoriert, während die Betroffenen allein gelassen werden.
Gerade hier wären nun auch die linken Parteien gefordert: Wann immer etwas fragwürdiges im rechten Spektrum geschieht, verlangen sie von der SVP, sich zu distanzieren. Umgekehrt soll das nicht gelten, gibt es verschiedene Massstäbe für links und rechts? Wer demokratische Standards ernst nimmt, muss Gewalt, die mutmasslich aus den eigenen Reihen hervor geht, klar und öffentlich verurteilen, statt zu schweigen oder auszuweichen. Schweigen wirkt als stillschweigende Billigung und ermutigt jene, die glauben, Zerstörung sei ein legitimes Mittel der Politik.
Wir haben es deshalb nicht mit einem diffusen Sicherheitsproblem zu tun, sondern mit einem klar verortbaren Gewaltproblem, das sich regelmässig zeigt: bei der gezielten Zerstörung von SVP-Plakaten, bei unbewilligten Demonstrationen, bei Angriffen auf Ordnungskräfte und bei der anschliessenden Relativierung durch Politik und Medien.
Eine freie Stadt lebt von sachlicher, offener und gewaltfreier Auseinandersetzung. Sie verliert ihre innere Stabilität dort, wo eine Seite meint, sich über Regeln, Eigentum und Sicherheit hinwegsetzen zu dürfen, weil sie sich moralisch überlegen fühlt. Dagegen braucht es klare Haltung, ohne Abschwächung und ohne Ausreden. Politische Gewalt, Einschüchterung und bewusster Regelbruch sind kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung, sondern ein direkter Angriff auf Meinungsäusserungsfreiheit und Sicherheit, den Winterthur nicht akzeptieren darf.
Wir alle können diesen gewaltbereiten Chaoten die Stirn bieten, indem wir nun erst recht die Liste 2 SVP ins Parlament und die vier bürgerliche Stadträte Christian Hartmann, Andreas Geering, Romana Heuberger und Stefan Fritschi wählen, letzteren auch als Stadtpräsidenten.


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